Von zwei in etwa gleich starken Teams gewann am Ende jenes, das seine Fehlerquote um das entscheidende Quäntchen geringer halten konnte. Die turbulente Partie blieb die gesamte Spieldauer über spannend. Die in Großteilen jüngere Mannschaft des ASC 09 hielt sich bis zum Schlusspfiff ihre Siegchancen offen und strauchelte am Ende über eigene Fehler und ihren in der Breite noch nicht so homogenen und stabilen Kader. „Ich dachte, da wäre mehr drin…“ heißt ein bekannter Werbespruch. Und Ähnliches dachten sich wohl auch Team und Fans spätestens auf dem Nachhauseweg aus Soest zurück nach Dortmund.

In den zwei abschließenden Trainings vor dem Spiel wurde intensiv der Schlüssel zum Erfolg eingeübt. Es sollte aus dem Rückraum in die vorhandenen Soester Lücken gestoßen werden, um entweder direkt zum eigenen Abschluss zu kommen oder die treffsichere Rike Evers am gegnerischen Kreis in freie Wurfposition zu bringen. Eine kraftintensive Aufgabe. Immer wieder forderte Trainerin Janna Neurath ihre Mädchen dazu auf. Es gelang teilweise. Und wenn es gelang, dann schlug der Ball auch regelmäßig im Soester Gehäuse ein.

FOTO: Sophie Richter brachte es in Soest auf drei Treffer.

Zur Halbzeit war beim Stand von 11:10 für Soest noch alles drin. Bis zur 29. Minute blieb das Spiel mit 13:13 auch ergebnistechnisch offen. Ab dann gelang Soest die Führung, der die ASC 09 Mädchen bis zum Ende mit viel Energieaufwand hinterherliefen. Mit Jule Stenzel und Mia Tölle besaß der ASC 09 die etwas effektiveren Tormädchen, die ihre Mannschaft mit guten Paraden im Spiel hielten. Ein kleines Plus. Es reichte am Ende nicht aus. Mit zunehmender Spieldauer und schwindenden Kräften verloren die Aplerbeckerinnen an Struktur, insbesondere in der Abwehr. Ein paar leichte Ballverluste weniger hätten es im Angriff durchaus sein dürfen. In der Summe stand eine 24:26-Niederlage. Es war durchaus etwas mehr drin gewesen. Die Mannschaft kämpfte wie immer bis zur letzten Sekunde. Es wäre ihr zu gönnen gewesen, wenn sie sich dafür hätte selbst belohnen dürfen.

Sei’s drum, die anstehende Trainingswoche wird die begonnenen Ansätze vertiefen. Beim kommenden Spiel versuchen wir dann, es noch besser hinzubekommen.

ASC 09:
Stenzel, Tölle; Averbeck (5), Cramer (5), Evers (4), Grebe, Hollon (1), Kinzel (6/2), Prothmann, Richter (3), Vollgold

Nächstes Spiel:
ASC 09 – FCV Wettringen, Sonntag, 6. März, 11.30 Uhr, Sporthalle Aplerbeck 1