Rekord-Torflut zum Saisonausklang. Am „Tag des offenen Tores“ halten die ASC 09-Mädchen nach besten Kräften dagegen.

Fröhlich eingeschenkt! 78 (!) Tore in 50 Spielminuten, davon allein 50 in der zweiten Halbzeit. Langweilig war’s garantiert nicht, was beide Teams an diesem letzten Spieltag der C-Mädchen Oberliga-Endrunde ihren Fans boten. Der ASC 09 war zu Gast beim Tabellenführer und Lokalrivalen BVB 09. 4:4 hieß es nach wenigen Minuten, dann ließen die Gäste mehrere Chancen zu eigenen Treffern aus, und ein paar technische Fehler später leuchtete ein 13:4 für die schwarz-gelbe Heimmannschaft von der Anzeigetafel. Damit waren die Karten erwartungsgemäß frühzeitig gelegt.

FOTO: ASC 09-Rechtsaußen Liv Prothmann konnte sich auch gegen den BVB mehrfach durchsetzen und brachte es auf drei Treffer.

Aber egal, denn Janna Neuraths Mädchen befolgten nach besten Kräften die vorgegebene Marschroute, wo und wann immer es geht, mutig dagegen zu halten und den eigenen Weg zum Borussen-Tor zu suchen. Gesagt, getan. Der BVB nutzte recht humorlos seine handballerischen Vorteile und der ASC 09, angetriebenen durch eine höchst quirlige Sophia Kinzel, stach ein ums andere Mal in die nicht immer sattelfeste Abwehr des Tabellenführers. Jedes der beiden Teams nutzte umgehend die Ballverluste des Gegners zum Tempogegenstoß. Der BVB sicher deutlich öfter als die jüngeren Aplerbecker Mädchen. Und wieder einmal frei zum Wurf: Alle drei Tormädchen auf beiden Seiten gaben ihr Bestes, hielten noch einiges, konnten einem aber eigentlich nur sehr leid tun. Die gute Nachricht: Keine von ihnen reichte nach Beendigung der Partie ihre Kündigung ein.

In Durchgang zwei rappelte es dann bei unvermindert hohem Spieltempo gar im 30-Sekunden-Takt in den Netzen. Das gute Schiedsrichtergespann und das Kampfgericht stoppten einige Male die Uhr und stimmten zur Sicherheit gegenseitig die Spielstände ab. Die erkennbar reifere Mannschaft ging am Ende als verdienter Sieger vom Feld, aber der ASC 09 hatte über die komplette Spieldauer mit seinen Mitteln dagegengehalten. Sicher hätten es einige technische Fehler und Fehlpässe weniger sein dürfen. Aber den Gästen gelang eine Serie von richtig schön und intelligent herausgespielten Toren. Rike Evers am Kreis kam immer wieder frei zum Wurf. Insgesamt glatte 30-mal lag der Ball im BVB-Netz. Und das muss man erst einmal hinkriegen. Verdienter Applaus zum Schluss für beide Mannschaften. Der ASC 09 darf optimistisch auf die nächste Saison blicken.

ASC 09:
Stenzel, Tölle; Averbeck (2), Böhlke, Cramer (2), Evers (10), Grebe, Hollon, Kinzel (12/2), Prothmann (3), Richter (1), L. Westphal