Die ASC 09-Mädchen boten dem Tabellenführer lange Zeit Paroli. Am Ende entscheiden (noch) fehlende Cleverness und mangelnde Konzentration.

Die Favoritinnen so lange ärgern wie möglich – und dann mal schauen, was geht. Das war der Plan für die schwere Heimspielaufgabe gegen die verlustpunktfreien Tabellenführerinnen vom Handball-Leistungszentrum aus Ahlen. Und der Plan ging erst einmal sehr gut auf. Die Aplerbecker Abwehr agierte von Beginn an auf allen Positionen aggressiv. Im Angriff zeigten unsere C-Mädchen ein richtig flottes Pass-Spiel und konnten sich in dynamisch angegangenen Eins-gegen-Eins-Situationen viele freie Torabschlüsse erarbeiten. Das war teilweise schon richtig gut.

Der Spielstand blieb bis zur 20. Minute extrem knapp, teilweise lag der ASC 09 gar mit einem oder zwei Toren in Front. Ahlen musste anders als im Hinspiel seine beste Sieben auf dem Spielfeld belassen. Ein schöner Teilerfolg. Dass sich eine 12:10-Führung in ein 14:14-Unentschieden und nachfolgend in einen 14:18-Rückstand zur Halbzeit drehte, lag an echt ärgerlichen Konzentrationsfehlern im eigenen Angriff, die die hervorragend ausgebildeten und gut geführten Ahlener Mädchen zu einfachen Gegenstößen einluden. Mit etwas Fortune hätte es durchaus pari stehen können. Nach der Halbzeit verkürzten die ASC 09-Mädchen noch einmal auf zwei Tore, aber die von beiden Teams engagiert geführte Partie forderte zunehmend ihren Tribut. Kraft und Konzentration schwanden. Ahlen kam zu weiteren einfachen Treffern. Mit 27:37 fiel die Niederlage am Ende vielleicht etwas hoch aus, aber das galt leider eben auch für die eigene Fehlerquote.

Letztendlich ließ sich daran auch der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften festmachen. Der ASC 09 wurde 50 Minuten lang auch physisch komplett gefordert, brach deshalb schon früh seine Energiereserven an und wirkte in der Breite noch nicht so abgeklärt, clever, konzentriert und reaktionsschnell, wie es an diesem Tag notwendig gewesen wäre, um zu punkten. Punkten gegen eine richtig gute Mannschaft aus Ahlen, die einfach schon einen Schritt weiter ist. Und deshalb, bitte, müssen wir die Kirche auch im Dorf lassen und unsere junge Mannschaft ausdrücklich für ihren wieder einmal großen Einsatz von der ersten bis zur letzten Sekunde loben. Vieles wurde angepackt, vieles gelang, manches nicht ganz so. Jedes der Mädchen wird für sich Dinge finden, die es dazulernen und noch besser machen kann. Dafür werden wir trainieren. Und weiter geht’s.

ASC 09:
Stenzel, Tölle; Averbeck (8/1), Böhlke, Cramer (4), Evers (1), Hollon, Kinzel (7), Prothmann (2), Richter (2), C. Westphal (3)

Nächstes Spiel: SV Teutonia Bochum Riemke – ASC 09, Sonntag, 12.12.2021, 15.40 Uhr, Heinrich-Böll-Sporthalle Bochum