Es fehlte die nötige Ruhe in Spielaufbau und Abwehr. Vermeidbare Niederlage in Riemke war am Ende verdient.

Das Fazit gleich zu Beginn: So richtig viel war das nicht am Sonntagnachmittag in Bochum. Weder im Angriff noch in der eigenen Abwehrreihe fanden die ASC 09-Mädchen über 50 Minuten hinweg zu Ruhe und Struktur. Riemke nutzte ein ums andere Mal die sich aus Aplerbecker Fehlern ergebenden Chancen und fuhr am Ende einen nicht unverdienten 28:24-Sieg ein.

Es sollte ein konzentrierter Start mit über die ganze Spielfeldbreite hinweg herausgespielten Torchancen und engagierten Abwehraktionen gegen die flinken Riemker Mädchen werden. Aber leider war das Gegenteil der Fall. Absolute Wachheit und schnelle Abwehrbeine schienen in der Kabine geblieben zu sein. Vorne wurden die Torchancen reihenweise unkonzentriert liegengelassen, hinten durften die Gegnerinnen mehr oder minder nach Herzenslust ungestört durch die Aplerbecker Abwehrreihe spazieren. Ehe man sich versah, stand es 5:0 (!), und das erste Team-Timeout war schon nach vier Minuten fällig. Weiter ging’s mit 6:0 und 7:0. Puuh! Vielleicht hätten auch unsere Tormädchen noch die eine oder andere Hand mehr an die Bälle kriegen können. Diesmal war es eine geschlossene Mannschaftsleistung der ganz anderen Art. Ab Minute sieben begann dann das eigene Tore-Werfen und eine zähe, so doch erfolgreiche Aufholjagd startete. Zum Halbzeitpfiff hatten sich die ASC 09-Mädchen beim 15:14 auf Schlagdistanz herangekämpft. Hut ab für diesen Einsatz!

Es blieben noch lange 25 Minuten, um das Spiel zu drehen. Und das wäre in dieser Begegnung „auf Augenhöhe“ auch durchaus drin gewesen. Aber an diesem Tag war die allgemeine Nervosität wohl viel zu hoch und die geforderte Konzentration wohl viel zu niedrig. Der ASC 09 bekam die unnötige Hektik über die gesamte Spieldauer nicht aus dem eigenen Spiel und folgerichtig blieb die Fehlerquote auf allen Positionen hoch. Selbst eine eigene Überzahl konnte nicht genutzt werden und ging gar mit 0:2 verloren. Trainerin Janna Neurath stellte die Abwehr im Spielverlauf mehrfach um. Doch zu oft standen die Aplerbecker Verteidigerinnen viel zu weit entfernt von ihren Kontrahentinnen und schauten hinterher. Das für manches ASC 09-Mädchen an diesem Tag wohl zu schnelle Lauf- und Pass-Spiel ließ die Begegnung in den letzten zehn Minuten wieder entgleiten. Aufopferungsvoll gekämpft wurde wie immer bis zur letzten Sekunde, nur diesmal leider viel zu viel mit dem Kopf durch die Wand. Die Mannschaft kann das deutlich besser. Die nächsten Chancen dieses einmal mehr unter Beweis zu stellen, stehen schon ins Haus.

ASC 09:
Stenzel, Tölle; Averbeck (6/1), Böhlke, Cramer (3), Evers (2), Hollon, Kinzel (3), Prothmann (6), Richter, C. Westphal (4), Vollgold

Nächstes Spiel: ASC 09 – VfL Gladbeck, Sonntag, 19.12.2021,  – 12.30 Uhr, Sporthalle Aplerbeck 1