Die nächste Runde war zum Greifen nah – doch als sich die rund 1.000 Zuschauer im Urlaubsguru-Waldstadion und wohl auch die beiden Teams gedanklich schon auf das Elfmeterschießen einrichteten, schlug der Gegner doch noch zu. Durch einen Treffer von Henrik Koch in der Nachspielzeit zog Westfalia Rhynern in die zweite Runde des Westfalenpokals ein. Dem jederzeit gleichwertigen ASC 09 und seinem Trainer Magnus Niemöller blieb nur die Erkenntnis, dass die Form wenige Tage vor dem Oberliga-Start stimmt.

Die Partie zwischen dem letztjährigen Oberliga-Dritten und dem Meister und Regionalliga-Aufsteiger war ein wenig auch das Duell zwischen Original und Filiale. Denn nach der Spielzeit 2025/26 waren mit Trainer Marco Stiepermann, Keanu Diskau, Lars Warschewski und Elias Boadi Opoku gleich vier Aplerbecker nach Rhynern gewechselt. Sicherlich auch deshalb war von Beginn an ordentlich »Musik« in der Partie, in der beide Mannschaften mutig und zielstrebig nach vorne spielten und sich gute Gelegenheiten erarbeiten. Doch die beiden Keeper hielten ihren Kasten 90 Minuten lang sauber.

Dann sah ASC 09-Neuzugang Marko Pavlovic die Gelb-Rote Karte (81.). Und dann kam die Nachspielzeit . . .

ASC 09:
Nickel – Stuhldreier, Friedrich, Wilkesmann, Pavlovic, Dziho, Müller (66. Kehl), Urban (82. Zimmermann), Camprobin Corchero (77. Sarar), Podehl, Vaitkevicius (86. D‘Hone)

Foto: Martin Hammeke