(13.01.2018) Puh, das war eine knappe Kiste! Der Start in das neue Jahr wurde fast ein Fehlstart. Mit dem VfL Gladbeck II hatten wir ein hartes Stück Arbeit von der Brust. Knapp 55 Minuten sah der Gastgeber wie der klare Sieger aus, bevor wir das Spiel doch noch umkrempeln konnten.

Trainer Henning Becker hatte vor dem Wochenende die Qual der Wahl bei der Zusammensetzung des Kaders: bis auf den langzeitverletzten Niklas Grotemeyer war das Team komplett. Auch Philipp „Flipper” Meisel, der zuletzt noch in Irland weilte, war wieder mit von der Partie und sollte sein erstes Spiel in dieser Saison bestreiten. Eigentlich beste Voraussetzungen um den 8. Saisonsieg anzustreben. Doch das Spiel wurde alles andere als ein Selbstläufer.

Den Beginn machte Gladbeck. Und nicht nur den Beginn. Wir spielen im Angriff behäbig, ohne richtiges Konzept und suchten gerade von den Halbpositionen viel zu schnell und unvorbereitet den Abschluss. Diese teils kläglichen Versuche wurden postwendend zum Boomerang, von den ersten 6 Treffern kassierten wir gleich 5 Gegenstoßtore. Die Anzeigetafel zeigte ein 6:2 gegen uns. Die Trainer zogen die Auszeit. Die Ansprache war klar und deutlich: Vorne nicht so kopflos, dann haben wir auch hinten mehr Zeit uns zu sortieren. Da waren 12 Minuten gespielt. Das Angriffsspiel sollte aber weiterhin nicht unser Steckenpferd bleiben. Zwar machte Gladbeck defensiv seine Hausaufgaben, verdichtete ordentlich und falls doch mal ein Ball durchkam, parierte der Gladbecker Keeper. Doch wir spielten auch nicht so, wie bereits in dieser Saison gezeigt. Einzig Marc Bradtke schaffte es ab und an eine Lücke in der Mauer zu finden.

In der Abwehr brauchten wir sehr lange, bis wir uns auf das Spiel mit zwei Kreisläufern eingestellt hatten. Trainer Henning Becker versuchte es mit unterschiedlichen Deckungsformationen, wechselte Zeitweise sogar auf eine 5 + 1 Deckung, um das Angriffsspiel der Gastgeber zu stören.

Das Spiel bekamen wir im ersten Durchgang aber keineswegs in die eigene Hand. Über 13:8 (22. Minute) erspielte sich Gladbeck bis zur Halbzeit einen Vier-Tore-Vorsprung.

Nach Wiederanpfiff wurde noch einmal umgestellt: Christian „Pempi” Heine kam für die Abwehr, bildete dort mit Marco Schilling den Innenblock und rührte umgehend Beton an. Es gelang uns die Abwehr mehr zu verdichten und so Gladbeck vor größere Herausforderungen zu stellen. Auch unsere Halbverteidiger, insbesondere Tim Nimmesgern, der auf der halbrechten Seite einen guten Job machte, schafften es, näher am Mann zu Decken und den Angriff des Tabellenfünften erheblich zu stören. In der zweiten Halbzeit war es nun Alex „Apu” Hakenes, der die Bälle, die trotz der guten Arbeit die Abwehrreihe durchschlugen, wusste zu entschärfen.

Plötzlich merkte unser Team: da geht noch etwas! In der 44. Minute waren es beim Stand von 19:17 nur noch zwei Treffer, die uns von Gladbeck trennten. Da auch nach 50 Minuten der Angriff noch immer nicht rund lief, wurde die Schlussphase zu einem harten Ringen. Erst in der 56. Minute gelang uns die erste Führung des Spiels durch einen beherzten Wurf von Fynn „Mösi” Mosel, der das Runde im Eckigen versenkte. Am Ende knallt die Peitsche! Die Fäuste wurden geballt, der Wille von Gladbeck war merklich gebrochen.

Letztlich stand nach dem Abpfiff ein ganz, ganz knapper 23:21 Sieg für den ASC zu Buche, der in einer Top-Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit mit nur 6 Gegentreffern und einem mit zunehmender Spielzeit kraft- und ideenloser wirkenden VfL begründet lag.

Mund abwischen, weiter geht es. Was nehmen wir außer den 2 Punkten mit: Es lohnt sich bis zum Ende zu kämpfen. Außerdem müssen wir für die schwierige Heimaufgabe gegen Recklinghausen am kommenden Sonntag um 15.00 Uhr wieder mehr Spielwitz in der Offensive beweisen. An die Defensivarbeit samt Torwartleistung der zweiten 30 Minuten sollten wir uns auch im Training und dann natürlich im letzten Hinrundenspiel erinnern!

ASC 09:
Alexander Hakenes, Till Pasch; Marco Schilling, Fynn Mosel (3), Marc Bradtke (11/4), Dominik Bradtke (1), Philipp Meisel (1), Tim Wegmann, David Wolff (1), Matthias Wittland, Luca Breickmann (2), Tim Nimmesgern (1), David Poggemann (3), Christian Heine