Wenn das kein Statement war! Mit einem 19:10-Kantersieg gegen Borussia Dortmund 2 im Endspiel der DOKOM21-Stadtmeisterschaften haben die Handballdamen des ASC 09 den Titel nach Aplerbeck zurückgeholt. Zudem wurde Jana Möllmann als beste Türhüterin des Turniers ausgezeichnet. Auch die drei anderen ASC 09-Teams zogen sich mehr als achtbar aus der Affäre. Allerdings hatte die 1. Herrenmannschaft gleich mehrfach Pech.

Neunmal in Folge hatten die ASC 09-Damen die Stadtmeisterschaften zwischen 2011 und 2019 gewonnen. Nach der Corona-Pause riss die Serie. 2023 setzte sich der BVB 2 im 7m-Werfen durch, 2024 waren dann wieder die Aplerbeckerinnen an der Reihe, ehe sie 2025 – wie auch Borussias Zweitvertretung – wegen des zeitgleichen Regionalliga-Saisonstarts nicht dabei sein konnten. Oespel-Kley nutzte die Gunst der Stunde.

Der Frust über die unglückliche Terminkollision im vergangenen Jahr saß tief. Und das ließen die Spielerinnen von Trainer Daniel Buff ihre Konkurrenz spüren. In der Zwischenrunde folgte dem etwas holprigen 18:15 gegen den klassentieferen Titelverteidiger Oespel-Kley ein 21:11 gegen die eigene 2. Mannschaft. Dem Regionalliga-Konkurrenten Lüner SV HB ließ der ASC 09 im Halbfinale beim 12:6 keine Chance – und rauschte dann im Endspiel, angeführt von der überragenden Lyna Schwarz (Foto unten), über Drittliga-Aufsteiger BVB 2 mit 19:10 regelrecht hinweg. In der abgelaufenen Regionalliga-Saison hatten die Aplerbeckerinnen beide Derbys noch unglücklich mit je einem Tor verloren Diesmal waren sie es, die jubeln durften!

Zufrieden war auch die 2. Damenmannschaft, die über die Qualifikation in die Zwischenrunde eingezogen war. Dort war die eigene erste Mannschaft zwar eine Nummer zu groß. Doch gegen den künftigen Liga-Rivalen Oespel-Kley setzte sich die Mannschaft von Marc Köhnke mit 17:16 durch, zog ins Halbfinale ein und bot auch dort dem BVB 2 beim 10:13 einen beherzten Kampf. Stark!

Vom Glück verlassen war hingegen die 1. Herrenmannschaft. Pech Nr. 1: Weil bei der Auslosung die Ligenzugehörigkeit der Vorsaison zugrunde gelegt wird, landete der Oberliga-Aufsteiger mit den beiden anderen Oberligisten OSC und TuS Westfalia Hombruch in einer echten »Todesgruppe«. Pech Nr. 2: Gegen den OSC gab’s zum Auftakt eine knappe 14:15-Niederlage. Pech Nr. 3: Mit demselben Ergebnis verlor das Team von Florian Edeling auch gegen Hombruch – nach starkem Start und zwischenzeitlich deutlicher Führung. Das klare 23:12 gegen Husen-Kurl half nicht, denn der Qualifikant stand in allen drei Partien auf verlorenem Posten. So war nach der Zwischenrunde Schluss für die Herren 1. Und auch für die Herren 2. Der Bezirksligist hatte sich über die Vorrunde qualifiziert und traf auf drei Verbandsligisten. Beim 16:23 gegen den TV Brechten, insbesondere beim 12:13 gegen Oespel-Kley wie auch beim 16:22 gegen den ATV Dorstfeld präsentierte sich das Team von Luca Breickmann und Kevin Wallkuschefski aber in guter Verfassung.

Fotos: Peter Ludewig